Filmreihe «Irrsinnig menschlich»

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Die Filmreihe zum Umgang mit psychischen Erkrankungen wird unterstützt durch die Privatklinik Meiringen. Bei jeder Vorstellung sind auch Expertinnen und Experten anwesend, die zum Film, aber auch zu den Krankheitsbildern kompetent Auskunft geben können.

 

Eintritt CHF 5.00 pro Vorstellung.

Die Differenz zum normalen Eintrittspreis übernimmt die Privatklinik Meiringen.


Dienstag, 28.01.2020   19:00

Schizophrenie

Das Weisse Rauschen

Deutschland, 2001, 109 min

Drama, D, ab 16 J

Regie: Hans Weingartner

Mit Daniel Brühl, Anabelle Lachatte, Patrick Joswig

Lukas (Daniel Brühl) zieht mit 21 Jahren in die Grossstadt, in die WG seiner Schwester. Er hat das sichere Gefühl: Jetzt fängt das Leben an. Sofort stürzt man sich ins Nachtleben. Es gibt Partys, Drogen und eigentlich eine Menge Spass. Doch nach einem Drogentrip beginnt Lukas plötzlich Stimmen zu hören. Die Stimmen beschimpfen ihn und er fühlt sich verfolgt. Paranoide Schizophrenie, lautet die Diagnose der Ärzte. Nun beginnt für Lukas der Kampf gegen das Chaos in seinem Kopf. Am Ende einer Reise, die ihn bis an die spanische Atlantikküste führt, scheint er etwas gefunden zu haben, das aus dem Wahnsinn herausführen könnte: DAS WEISSE RAUSCHEN.

 

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Dienstag, 25.02.2020   19:00

(Zwangs-)Unterbringung

12 Tage

Frankreich, 2017, 87min

Dokfilm, ab 12/16 J

Regie: Raymond Depardon 

12 Tage – das ist die Frist, innerhalb derer in Frankreich ein Psychiatriepatient nach der Zwangseinweisung eine Anhörung vor Gericht bekommen muss, um über seinen weiteren Verbleib in der geschlossenen Anstalt zu entscheiden. Pro Jahrdurchlaufen etwa 90 000 Menschen dieses Verfahren. Für seinen neuen Dokumentarfilm «12 Tage» bekam der aus Frankreich stammende Regisseur, Fotograf und Journalist Raymon Depardon als erster Filmemacher Zugang zu diesem Prozedere. Depardon dokumentiert zehn Fälle in einer Klinik in Lyon. Sensibel und wahrhaftig beobachtet die Kamera Patientinnen/Patienten und die richterliche Instanz. In seltener Klarheit sieht man den grossen Schmerz, der mit psychischen Erkrankungen verbunden ist.

 

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Dienstag, 24.03.2020   19:00   ABGESAGT!

Umgang mit Krankheit 

Und morgen Mittag bin ich tot

Deutschland, 2013, 98 min

Drama, D, ab 16 J

Regie: Frederik Steiner

Mit Liv Fries, Sophie Royal, Lena Stolze,

Kerstin de Ahna, Johannes Zimmer, Max Hegewald

Für Lea (Liv Lisa Fries) ist das Leben so gut wie vorbei, denn bei der 22-Jährigen wurde die tödliche Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose diagnostiziert. Durch eine riskante Lungentransplantation könnte sie vielleicht geheilt werden. Bereits ihr Bruder Benji(Jonathan Berlin), der auch an «Muko» erkrankte, verstarb einige Jahre nach der Lungentransplantation und so entscheidet sich Lea gegen die OP. Ihr Alltag wird bestimmt durch Tabletteneinnahme und das Tragen eines Sauerstoffgeräts– nicht das Leben, das man sich als junge Erwachsene vorstellt.Lea entschliesst sich, in Zürich einen tödlichen Medikamenten-Cocktaileinzunehmen. Zuvor möchte sie ihren letzten Geburtstag mit der Familiefeiern. Die alleinerziehende Mutter (Lena Stolze) und Schwester Rita (SophieRogall) sind noch nicht in Leas Plan eingeweiht, nur ihre Oma Maria (KerstinDe Ahna) weiss von ihrem Todeswunsch …

 

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Dienstag, 22.09.2020   19:00  

Depression

Neben der Spur

Deutschland, 2018, 90 Min
Drama, D, ab 12/16 J

Regie: Andrea Rothenburg
Mit Hanna Jensen, Kati, Martin Schultz, Popey, Sascha Milk, Marion Lüth

Es könnten die besten Jahre sein, doch Depressionen haben Hanna, Kati, Martin, Popey und Sascha aus der Bahn geworfen. Sie werden mit Fragen des Lebens konfrontiert und stellen sich den Herausforderungen. Kann man als depressionserfahrene,junge Frau eigentlich Kinder bekommen? Werde ich meineDepression durch Aktivität und Bewegung hinter mir lassen können?Schaffe ich es, trotz meiner Erkrankung, einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen?Der Film gibt realistische, berührende Einblicke in das Leben derProtagonisten, die den Zuschauern Mut machen und Vorurteile ausräumen.



Dienstag, 20.10.2020   19:00

Locked-in-Syndrom

Schmetterlinge und Taucherglocke

Frankreich, 2007, 112 Min
Drama, D, 12 J

Regie: Julian Schnabel
Mit Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Marie-Josée Croze

Hübsche Frauen, schicke Autos und teure Restaurants prägen den Lebensstil von Jean-Dominique Baubys (Mathieu Amalric). Im Alter von 42 Jahren ist damit Schluss, er erleidet einen Hirnschlag. Er bekommt alles mit, was um ihn herum passiert, kann aber nur noch sein linkes Auge bewegen. Der restliche Körper ist gelähmt. Zu Beginn möchte Jean-Do einfach nur sterben, doch dann rafft er sich auf und entdeckt das Schöne am Leben. Mit dem Blinzeln seines Auges diktiert erinnerhalb von 14 Monaten seiner Logopädin Henriette Durand (Marie-Josée Croze) seine Autobiografie. Dazu hält sie ihm ein Alphabet vor, das die Buchstaben nach ihrer Häufigkeit in der Sprache sortiert. Immer  diese Buchstaben vorgelesen, beharrlich und fast wie ein Gebet. Schliesslich kommt er zu der Erkenntnis: «Als ich gesund war, war ich gar nicht lebendig. Ich war nicht da. Es war recht oberflächlich. Aber als ich zurück kam, mit dem Blickwinkel des Schmetterlings, wurde mein wahres Ich wiedergeboren.»

 

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Dienstag, 24.11.2020   19:00

Spielsucht

Treppe aufwärts

Deutschland, 2015, 92 Min
Drama, D, ab 12/16 J

Regie: Mia Marien Meyer
Mit Hanno Koffler, Christian Wolff, Matti Schmidt-Schaller

Adam (Hanno Koffler) gibt nach aussen hin vor, Taxifahrer zu sein. In Wahrheit verbringt er denGrossteil seiner Zeit jedoch in Casinos und Spielotheken. Dort versucht er alles, um den Schuldenberg, den sein Vater Woyzeck (Christian Wolff)in Folge seiner Spielsucht über die Jahre angehäuft hat, abzuarbeiten. Zu diesem Zweck manipuliert Adam sogar regelmässig die Spielautomatenzu seinen Gunsten. Zu Hause kümmert er sich um seinen zunehmenddementer werdenden Vater. Und dann steht auch noch eines Tages sein16-jähriger Sohn Ben (Matti Schmidt-Schaller) vor seiner Tür. NeueVerstrickungen entwickeln sich. Wie Suchtstrukturen über Generationenhinweg wirken, das zeigt dieser Film auf eine unverstellte undeinfühlsame Weise.

 

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