Förderverein Cinéma Meiringen

Im Jahr 2002 wurde der Förderverein Cinema Meiringen gegründet, um das Weiterbestehen des Kinos zu sichern, nachdem die betagte Gründerin/Besitzerin/Kinobetreiberin Nelly Schönbucher verstorben war. Der Förderverein Cinéma Meiringen sorgt bis heute dafür, das Abenteuer mit den bewegten Bildern am Laufen zu halten und hat das Ziel, mit einem abwechslungsreichen breiten Filmspektrum ein Kino für die ganze Region zu sein.

Das Kino wird vom Vorstand ehrenamtlich und mit viel Herzblut geleitet: Gleich von Beginn weg wurde grossen Wert auf spezielle Anlässe gelegt: Regisseurbesuche, Podiumsgespräche, Vor-Premièren, Filmzyklen, Mini-Filmfestival, auch Rahmenprogramme mit Musik oder Essen. Ebenso finden Filme mit Lokalbezug hier eine Plattform, was vom Publikum und den Flimschaffenden sehr geschätzt wird.


Um den Kinobetrieb an fünf Tagen in der Woche mit häufig wechselnden Filmen so reibungslos betreiben zu können, arbeiten rund dreissig Personen mit, an der Kasse, im Operatorraum, im Kinosaal oder hinter den Kulissen. Alle können sich auf die Solidarität der Kinofans und der gesamten Bevölkerung verlassen. Das zeigte sich unter anderem in der überaus grosszügigen Spendenhaltung bei der Umstellung auf die digitale Projektion im Jahr 2012. Die nötige Ausrüstung konnte nach nur drei Monaten finanziert werden.


Im Sommer 2022 ist eine neue Ära angebrochen. Doris Heiniger, die 2002 das Kino erworben und dem Verein zu günstigen Konditionen vermietet hatte, schenkte dem Verein das Kino. Der Verein ist nun in der Verantwortung, die Zukunft zu gestalten. Da seit Jahren die Besucherzahlen rückläufig sind, hat eine sehr engagierte Gruppe ein weiterführendes Projekt, genannt KINO+ entwickelt. Das Kino Meiringen wird umgebaut, um neben spannenden Filmen auch Kleinkunst präsentieren zu können und so wieder mehr Besuchende den Weg ins Kino finden.